MetalPest

das antifaschistische Metal-Festival

Schlagwort: Freitag

  • Nessel

    Nessel

    Nessel aus Stuttgart verbinden die Wucht von Screamo, die Dynamik von Post-Hardcore und die düsteren Schattierungen des Black Metal zu einem ebenso intensiven wie atmosphärischen Sound. Die vier Musiker, die bereits in Bands wie Archivist, Knife Eyes und Mahlstrom aktiv waren, erschaffen Musik, die zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Aufbruch pendelt und dabei eine enorme emotionale Kraft entfaltet.

    Mit ihrem Debütalbum „Gestalt“ haben Nessel eindrucksvoll bewiesen, wie mühelos sich brachiale Ausbrüche mit weitläufigen Melodien und dichten Klanglandschaften verbinden lassen. Mal türmen sich gewaltige Wände aus Gitarren und Schreien auf, mal öffnen sich ruhige und beinahe schwerelose Passagen, bevor die nächste Welle heranrollt. Gerade dieser ständige Wechsel macht den Reiz der Band aus und sorgt dafür, dass ihre Songs lange nachhallen.

    Nessel liefern keine einfache Mischung verschiedener Stile, sondern schmieden daraus etwas ganz Eigenes. Aus Chaos und Zerbrechlichkeit, Lärm und überraschend schönen Momenten nimmt etwas Gestalt an, das man so schnell nicht vergisst. Wer Musik mag, die unter die Haut geht, statt nur auf die Ohren, dürfte hier genau richtig stehen.

  • Deeskalationskommando

    „Ist das noch Kunst oder kann das schon weg?“

    Die Antwort lautet natürlich: Kunst. Wahrscheinlich.

    Zwischen hypnotischer Atmosphäre, chaotischer Schönheit und liebevoller Klangzerstörung erschafft Deeskalationskommando Soundlandschaften, in denen man sich verlieren kann. Mal wirkt es wie der Soundtrack zu einem verlassenen Industriekomplex, mal wie die Vertonung eines Fiebertraums nach drei Energydrinks und einer Nacht ohne Schlaf.
    Wer offen für ungewöhnliche Hörerlebnisse ist, sollte sich dieses Experiment nicht entgehen lassen. Wer danach behauptet, alles verstanden zu haben, lügt vermutlich.

    Mit Deeskalationskommando aus Leipzig erwartet euch eine Klangreise irgendwo zwischen Experimental, Ambient und Noise. Oder anders gesagt: eine Mischung aus Faxgerät, Großbaustelle und Snoozle-Raum um 3 Uhr nachts.

    Kommt vorbei und staunt… 😉

  • Dieselpest

    Dieselpest

    Dieselpest kommen aus den Tiefen des europäischen Doom-Untergrunds und machen keinerlei Anstalten, dort wieder herauszuklettern. Das zwischen Hamburg und Lissabon angesiedelte Duo bewegt sich souverän zwischen Sludge, Doom, Drone und Noise und erzeugt dabei einen Sound, der so schwer wirkt, als hätte man versehentlich ein Hafenbecken tiefer gestimmt.

    Wo andere Bands auf Präzision und Hochglanz setzen, kultivieren Dieselpest den Schmutz. Ihre Musik rumpelt, dröhnt und walzt sich mit stoischer Konsequenz vorwärts. Massive Riffs schieben sich durch dichte Klangnebel, während Drone-Flächen und Noise-Elemente den Songs eine unangenehme, aber erstaunlich fesselnde Atmosphäre verleihen.

    Mit ihrem aktuellen Material und dem Album „Lasterkadaver // Swarm Control“ beweisen Dieselpest ein feines Gespür für Gewicht, Dynamik und Beklemmung.

    Für Freunde schwerer Musik sind Dieselpest damit genau das Richtige: laut, kompromisslos und so dicht wie eine schwarze Dieselwolke…