
Nessel aus Stuttgart verbinden die Wucht von Screamo, die Dynamik von Post-Hardcore und die düsteren Schattierungen des Black Metal zu einem ebenso intensiven wie atmosphärischen Sound. Die vier Musiker, die bereits in Bands wie Archivist, Knife Eyes und Mahlstrom aktiv waren, erschaffen Musik, die zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Aufbruch pendelt und dabei eine enorme emotionale Kraft entfaltet.
Mit ihrem Debütalbum „Gestalt“ haben Nessel eindrucksvoll bewiesen, wie mühelos sich brachiale Ausbrüche mit weitläufigen Melodien und dichten Klanglandschaften verbinden lassen. Mal türmen sich gewaltige Wände aus Gitarren und Schreien auf, mal öffnen sich ruhige und beinahe schwerelose Passagen, bevor die nächste Welle heranrollt. Gerade dieser ständige Wechsel macht den Reiz der Band aus und sorgt dafür, dass ihre Songs lange nachhallen.
Nessel liefern keine einfache Mischung verschiedener Stile, sondern schmieden daraus etwas ganz Eigenes. Aus Chaos und Zerbrechlichkeit, Lärm und überraschend schönen Momenten nimmt etwas Gestalt an, das man so schnell nicht vergisst. Wer Musik mag, die unter die Haut geht, statt nur auf die Ohren, dürfte hier genau richtig stehen.



