MetalPest

das antifaschistische Metal-Festival

Autor: flo

  • Rats of Gomorrah

    Rats of Gomorrah

    Rats of Gomorrah gehören zu jener Sorte Death-Metal-Bands, die keine Zeit mit überflüssigem Zierrat verschwenden. Das Duo aus Kiel, hervorgegangen aus der Band Divide, steht für schnörkellosen, aggressiven Death Metal, der seine Wurzeln in den klassischen europäischen und britischen Extrem-Metal-Schulen hat, dabei jedoch konsequent den Blick nach vorn richtet.

    Passend zum Bandnamen bewegen sich auch die Texte gerne zwischen Verfall, Chaos, Horror und menschlichen Abgründen. Ratten tauchen dabei immer wieder als Symbolfiguren auf: mal für Überlebenswillen, mal für gesellschaftliche Fäulnis, mal einfach als unangenehme Begleiter einer Welt, die schon bessere Tage gesehen hat.

    Mit ihrem ersten Full-Length-Album „Infectious Vermin“ (2025) und ihrer Zusammenarbeit mit Testimony Records hat sich die Band endgültig als feste Größe im deutschen Underground etabliert.

    Nicht erst seit ihrem glänzenden Auftritt beim diesjährigen PartySan, wo sie mit ihrer stabilen „N@zis raus!“-Ansage ihren Standpunkt verdeutlichten, sind sie eine absolute Empfehlung!!!

  • No Sun Rises

    No Sun Rises

    No Sun Rises stehen für eine Seite des Black Metal, die nicht auf permanente Raserei setzt, sondern auf Atmosphäre, Dynamik und Tiefe. Die deutsche Band verbindet Post-Black Metal mit Folk-, Dark-Folk- und Post-Metal-Einflüssen und erschafft daraus weitläufige Klanglandschaften, die mal bedrückend, mal erhebend und oft erstaunlich zeitlos wirken.

    Ihre Stücke entwickeln sich langsam, wachsen Schicht für Schicht und pendeln zwischen melancholischen Melodien, ruhigen Akustikpassagen und eindrucksvollen Ausbrüchen schwarzmetallischer Wucht. Dabei entsteht nie das Gefühl, dass Härte Selbstzweck wäre. Stattdessen folgt jeder Song seiner eigenen Dramaturgie und zieht die Zuhörenden immer tiefer in eine Welt aus Nebel, Naturbildern und emotionaler Intensität.

    Mit Veröffentlichungen wie „Harmisod“ haben No Sun Rises gezeigt, wie vielseitig moderner Post-Black Metal klingen kann. Folkige Elemente treffen auf atmosphärische Gitarrenwände, verträumte Momente auf frostige Ausbrüche. Die Band bewegt sich dabei souverän zwischen den Genres, ohne jemals den roten Faden zu verlieren.

    No Sun Rises liefern keine Musik für den schnellen Adrenalinkick. Das hier ist Stoff für alle, die sich gerne in einem Album verlieren, für Menschen, die während eines Riffs aus dem Fenster starren, obwohl gar kein Fenster da ist. Zwischen Melancholie, Fernweh und kontrollierter Eskalation erschafft die Band einen Sound, der noch lange nachhallt, wenn die letzten Töne bereits verklungen sind.

  • Mechanic Tyrants

    Mechanic Tyrants

    Achtung! Dies ist ein Aufruf zur Revolution!
    Die Speed Metal Guerrilla macht Halt in unseren Hallen, um wie ein Tornado einen Aufstand anzuzetteln!
    Mechanic Tyrants aus Nürnberg überrollen uns mit purer Kraft!

    Die EP „Meanhattan“ von 2022 hat die Marschroute der Kapelle aus Bayern schon vorgegeben – spätestens mit dem Album „St. Diemen Riots“ war dann klar, wohin der Speed-Metal-Mob aufbricht.
    Eher harmonische Intros, die manchmal an Maiden oder Scorpions erinnern, verwandeln sich nicht selten in ein Twin-Guitar-Inferno im Uptempo-Wahn! Sänger Flo peitscht dabei die Masse mit seinen Melodien an und es müssen alle mit erhobener Faust folgen. Geht gar nicht anders.

    Der eigenständige Mix aus Heavy und Speed Metal wird nicht selten Ohren zum Wackeln bringen, welche sowohl NWOBHM (Vergleiche zu Tank kommen hier von Herzen!) als auch Metal der 80er aus den Staaten und Kanada kennen und lieben.
    Nur mit eigener sowohl roher als auch harmonischer Würze!